KiJu-Zeltlager: Rückblick in die Zukunft

Diesmal war Premierenzeit beim Zeltlager, das wie immer an Fronleichnam stattfand, allerdings zum ersten Mal auf dem Zeltplatz in Bettenfeld. Obwohl mit Sebastian Ternes, Felix Leifgen und Alex Rütz drei erfahrene Betreuer kurzfristig ausfielen, konnten wir ein Team von 16 Leuten aus den Dekanaten Bitburg und Prüm stellen. Aus Schwirzheim waren diesmal 11, aus Preist 8 und aus Nattenheim 13 Kids dabei, insgesamt mit 31 eher weniger als in den generationenstarken Jahren, was aber keineswegs proportional zu der Menge an Spaß sein sollte.

Nach routinemäßiger Planung inklusive Ortsbegehung im Vorfeld und Anreise in Bettenfeld am Mittwoch, den 19. Juni, ging es also wieder los. Doch Felix' Abwesenheit machte sich direkt bemerkbar, da niemand sich mit unserer Jurte so gut auskennt wie er. Am Ende des Tages stand sie dann aber doch, weil Felix uns einen Überraschungsbesuch abgestattet hatte. Die restlichen Aufbauarbeiten liefen dagegen reibungsloser ab. Und es schien noch eine Premiere für einige zu geben. Während erfahrene Betreuer sich noch an Zeltlager mit Wasserschlachten, Sonnenstich und 17 verzehrten Eis an einem Tag erinnern, kannten die jüngeren aus den letzten drei Jahren eher Überschwemmungen und Gewitter. Somit war die Stimmung noch besser als sonst, was ja sowieso schon schwierig ist.

Nach der Ankunft der Kinder, dem Beziehen der Zelte und dem Einteilen in Gruppen am Donnerstag wurden wieder kreative Fahnen und T-Shirts gestaltet. Beim Spielturnier gab es dann leider doch eine kleine Regenschauer, die uns aber nicht aus der Bahn werfen konnte. Das hervorragende Grillgut am Abend hatten sich alle redlich verdient. Außerdem mussten wir ja für die Nachtwanderung, bei der sich kuriose Tiere im Wald tummelten, gestärkt sein. Mit einem kurzen Impuls ließen wir den ersten Tag mit den Kids ausklingen.

Am Freitag stand die große Rallye an. Um 10:00 Uhr morgens ging es bereits los durch die schöne Landschaft um Bettenfeld. Unterwegs gab es mehrere Stationen, an denen die Gruppen knifflige Aufgaben lösen mussten, z.B. Teebeutelweitwurf, Klettern durch ein Spinnennetz, Balancieren eines Tischtennisballs auf einem Löffel oder Gurgeln und Erraten von bekannten Liedern. Doch damit nicht genug, zusätzlich gab es verschiedene Fotos, die auf dem Weg aufgenommen worden waren und von den Gruppen nachgeknipst werden mussten. Als drittes mussten die Gruppen selbst verrückte Posen auf einem Foto darstellen wie z.B. im Kopfstand oder in YMCA-Formation. Dabei hatten alle unheimlich viel Spaß. Nach der Rückkehr gab es seit langem im Zeltlager noch einmal eine ausgiebige Wasserschlacht. Damit waren Kinder wie Betreuer körperlich ausgelastet und konnten sich am Abend den Workshops widmen. Mit Brennpeter, Traumfängern, Ketten, Keilrahmenbildern, Windlichtern, Brettspielen, Nägelbildern und Brotbacken gab es hier ein breites Angebot, sodass bis in die Dämmerung gewerkelt, gespielt und gebacken wurde. Bei Lagerfeuer und Stockbrot ging der Tag dem Ende zu.

Nachdem sich am Samstag alle beim Frühstück gestärkt hatten, bestritten sie das heiß umkämpfte Finale des Spielturniers. Anschließend wurden die Kids mit den Bussen ins Freibad nach Manderscheid gefahren. Dort konnten sie ausgelassen toben. Jedoch mussten sie sich noch Energie fürs Köpfchen aufbewahren. Denn am Nachmittag stand eine weitere Premiere auf dem Programm, ein Zeltlagerquiz, bei dem es Bilderrätsel, Musikrätsel und auch schwierige Quizfragen zu lösen gab. Am Abend konnte jeder noch andere Workshops ausprobieren, bis dann schließlich am Lagerfeuer der Höhepunkt, die Siegerehrung, stattfand. Wer sich beim Spielturnier, der Rallye und dem Quiz durchsetzt, blieb bis zuletzt spannend, dennoch bekamen alle Gruppen einen Preis und blieben auch immer fair.

So reisten die Kinder am Sonntag in Vorfreude auf das kommende Jahr wieder ab. Und auch für uns Betreuer war es dieses Jahr eine ganz besondere Atmosphäre und einzigartige Stimmung, da viele Dinge einfach super harmoniert haben, was noch lange nicht selbstverständlich ist.

Da dieser Artikel relativ spät mit Abstand zum Zeltlager erscheint und laut Titel ja auch in die Zukunft blicken soll, möchte ich schonmal bekannt geben, dass das nächste Zeltlager wie immer an Fronleichnam stattfinden wird und dass es auf einen Zeltplatz geht, auf dem wir schon zweimal waren. Wir als Betreuer werden uns schon bald wieder treffen, um gemeinsam an den Erfahrungen der letzten Jahre anzuknüpfen. Da das Zeltlager nächstes Jahr volljährig wird, hoffen wir, dass auch 2020 ereignisreiche Tage auf uns warten.

i.A. Dominik Gillenkirch

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